Frequently asked Questions
Wo wohnst du?
Am Bahnhof. Noch. Bald nicht mehr. Der Hanoier Bahnhof liegt sehr zentral, hat aber einen kaum verwunderlichen Nachteil. Er ist sehr laut. Die Züge tröten mit Vorliebe nachts um vier, und die Hauptstraße tut ihr Übriges. Das menschliche Gehirn ist aber erstaunlicherweise dazu in der Lage, nach ein paar Wochen solche Geräusche auszublenden. Für den Oktober/November ist allerdings ein größerer Umzug geplant.
Und wie kommst du zur Arbeit?
Mit dem Moped, wie fast jeder hier. Einen Monat lang war ich anfangs auch mit dem Bus gefahren. Das ist ebenfalls recht komfortabel, dauert aber deutlich länger (Wartezeiten) und macht einen sehr unflexibel. Mit dem Zweirad zu fahren ist dagegen anfangs selbstverständlich gewöhnungsbedürftig. Aber: Es geht. Trotz Chaos, trotz des alltäglichen Wahnsinns auf den Straßen. Bei meinem ersten Versuch habe ich es nicht mal geschafft, eine ganz normale Kreuzung zu überqueren. Man muss sich aber einfach vorstellen: Vietnamesischer Straßenverkehr ist mit einem großen Meer vergleichbar. Wenn man sich dem Schwarm anschließt, dann fließt man gewissermaßen mit.
Kann man sich die Wohnungen wie in europäischen Häusern vorstellen?
Grob gesagt: Ja. Es gibt Möbel, es gibt fließend Wasser - und es gibt natürlich einige Unterschiede, die vor allem mit dem Klima zusammenhängen (hohe Decken, wenig Fenster, andere Raumaufteilung, etc.). Das gilt allerdings wiederum vor allem für die modernen Häuser. Die so “romantisch” aussehenden Häuser in der Altstadt haben alle oft ziemlich kleine Zimmer - und teilweise kein fließend Wasser.
Wie ist das Wetter?
Ein Wort: Wechselhaft. Und anders, als man es sich von Europa aus vorstellt. Es gibt schwülwarme Nächte, bei denen nur die Klima-Anlage hilft. Und überraschend kalte Tage, an denen eine deutsche Winterjacke nicht hilft. Der Winter 2008 war dabei besonders extrem. Ich hatte starke Regenfälle, leichte Regenfälle und Sonnenschein. Und teilweise kommen diese Temperaturschwankungen sehr rasch hintereinander. Das erscheint mir die einzige Konstante zu sein: Es gibt im Unterschied zu Deutschland keine Tage, an denen es die ganze Zeit regnet.
Es ist aber jedenfalls nicht das südostasiatische Klischee-Wetter mit tropischen Temperaturen und ewigem Sonnenschein.
Wie ist das Essen?
Ausgezeichnet. Mit dem Essen hatte ich eigentlich am wenigsten Umstellungsschwierigkeiten. Natürlich schmeckt mir nicht alles, aber das geht den Vietnamesen ja genauso. Und ich gestehe: Zwei europäische Essensangewohnheiten habe ich mir beibehalten. Ich esse morgens Müsli oder süßes Brot und keine Suppe. Und ich trinke immer noch viel Schwarztee mit Milch.
Wie lange wirst du hierbleiben?
Mein Vertrag läuft auf Zwei-Jahres-Basis mit Verlängerungsoption. Zur Zeit plane ich grob mit 4-5 Jahren.
Auf deiner Seite funktioniert etwas nicht.
Bitte sagen. Ich bin noch am Basteln, und jeder Hinweis auf unlogischen Aufbau, kaputte Funktionen oder sonstige Schwierigkeiten ist willkommen. Ihr dürft selbstverständlich meine Beiträge kommentieren. Ich bitte sogar darum. Dazu ist ein Blog schließlich da.
suppi-blog-Seite, Kompliment!
Ich bin begeistert. Dein blog ist echt gut. So wahr, so humorvoll. Da steigt schon wieder das “Heimweh” in mir hoch. Hoffentlich gibt es in Zukunft noch ganz viel dieser Art zu lesen.
Hallo,
jetzt hab ich es auch endlich mal geschafft, mir ein wenig ausführlicher durchzulesen, was du hier inzwischen angehäuft hast.
Das hört sich alles sehr spannend an. Toll! Irgendwann werde ich mir mal noch mehr durchlesen! Gerade die Kategorie Essen……
Liebe Grüße aus Berlin!
Hallo,
Du schreibst ganz interessant und offen ueber meines Land. Vielen Dank !
ich studiere jetzt Deutsch an der Uni in Hanoi. Dein Blog finde ich toll !!!!
Danke, danke dass Du sowas bietest. Ich bin Vietnamesin und 1975 nach Deutschland gekommen. Hier habe ich deutsche Adoptiveltern.
Erst heute mit 33 Jahren fange ich an zu recherchieren und mich für meine “ungeklärte” Vergangenheit zu interessieren. Ich bin sehr froh über die Infos, die Du mir mit Deiner Website bietest.
bis bald und auch vielen Dank!
Anwort auf ” wo wohnst du” ist bald veraendert oder?
Danke für die Seite!
Gruß aus Hildesheim!
schließe mich an! merci!!
huhu david,
long time no see…
icke komm nach Vietnam im März…biste denn dann auch noch da????
mhh, wie der zufalls es wollte….
grüße,
valentin d’hamburg
Hi David,
ich habe Ihre Artikel gelesen. Bis jetzt schreiben Sie aber nichts über die Ungeziefer, die sich im Haushalt breit machen. Ich habe so meine Erfahrung während eines mehrjährigen Tunesienaufenthalts gemacht.
Hallo,
doch, ich hatte ein paar mal kleinere Hausgäste erwähnt. Meinen Freund, die Ratte zum Beispiel:
http://www.frogier.de/blog/archives/511
Ansonsten sind die einzigen “Ungeziefer” eigentlich die allgegenwärtigen Ameisen, die vor allem die Nahrungsmittellagerung kompliziert machen, und ansonsten das, was man in Deutschland auch findet, nämlich Schnaken und Fliegeviecher.
Je nach Zustand der Häuser soll es auch Wohnungen geben, in denen man die Kakerlaken nicht aus den Wänden bekommt. Ist mir aber bislang in meinen vier recht unterschiedlichen Wohnungen nicht passiert.
Im Gegenteil, in der neuen Wohnung bin ich bislang sogar gänzlich von Ameisen verschont, was sehr angenehm ist. Werden aber sicherlich früher oder später kommen.
Hallo, lieber Blogger!
Im nächsten Jahr möchte ich durch Vietnam reisen - vier Wochen. Vom Norden in den Süden - oder umgekehrt. Mit dem Zug!
Meine Frage lautet: Gibt es einen Reiseführer, den Sie mir empfehlen können? Und: Welcher Monat eignet sich für eine solche Tour am besten?
Ich habe mir die Temperaturen und Klimabedingungen angeschaut - bin aber nicht recht schlau draus geworden. Es sollte etwas sein zwischen der großen Regenzeit und der riesigen Hitzewelle. Aber vielleicht gibt es da auch kein Optimum:-)
Beste Grüße, Britta
Hallo, wirklich eine schöne Seite, Kompliment! Sind Sie schon mal mit dem Gesundheitswesen da in Kontakt gekommen? Gibt es überhaupt ein öffentliches Gesundheitswesen und wenn ja, in welcher Form? Würde mich wirklich interessieren!
Viele Grüße
Carmen