<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.0.5" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>Ngu ngon, Vietnam</title>
	<link>http://www.frogier.de/blog</link>
	<description>Tagebuch aus Hanoi</description>
	<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 03:45:18 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.0.5</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Asiatisches Domino</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/680</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/680#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 03:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Geschichte &amp; Geschichten</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/680</guid>
		<description><![CDATA[Die Domino-Theorie hat in der Liste der &#8220;Berühmten Ideen der Weltgeschichte&#8221; nicht unbedingt den besten Ruf. Die Vorstellung, dass die USA den Krieg in Vietnam um jeden Preis gewinnen müssen, weil ansonsten alle umliegenden Länder wie Domino-Steine &#8220;kippen&#8221; (also in die Hände kommunistischer Parteien fallen), liegt heute mehr oder weniger auf dem Schrotthaufen der Geschichte.
Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Domino-Theorie hat in der Liste der &#8220;Berühmten Ideen der Weltgeschichte&#8221; nicht unbedingt den besten Ruf. Die Vorstellung, dass die USA den Krieg in Vietnam um jeden Preis gewinnen müssen, weil ansonsten alle umliegenden Länder wie Domino-Steine &#8220;kippen&#8221; (also in die Hände kommunistischer Parteien fallen), liegt heute mehr oder weniger auf dem Schrotthaufen der Geschichte.</p>
<p>Sie gilt entweder als halbseidener Vorwand der USA für den Krieg, oder, im besten Fall, zumindest als historisch widerlegt. Schließlich gewann Nordvietnam 1975 den Krieg, und Domino wurde trotzdem nicht gespielt. Thailand, Malaysia, Indonesien und Singapur blieben ohne kommunistische Aufstände.</p>
<p>Dabei wird aus westlicher Sicht, wo man ja generell mit Vorliebe geschichtliche Nabelschau beschreibt, und die meisten Ereignisse aus rein nationaler Perspektive untersucht, gerne übersehen, dass die Idee auch und gerade in Asien weit verbreitet war. Einer der größten Verfechter der Domino-Theorie war Lee Kuan Yew. Der Mann ist ziemlich unverdächtig, willenlos amerikanische Propaganda nachzuplappern, denn Lee Kuan Yew ist derjenige, der mit sehr viel Durchsetzungsvermögen, politischem Geschick und analytischem Scharfsinn Singapur zu dem machte, was es heute ist. Lee war von 1959 bis 1990 Premierminister Singapurs und zieht auch heute noch die Fäden. Er gehört zur Gruppe jener asiatischen Politiker, die sich in den 90er Jahren energisch vom Westen absetzten, und stattdessen einen &#8220;asiatischen Weg&#8221; postulierten.</p>
<p>Der durchaus rücksichtslose, zupackende Politiker hat auch im eigenen genügend Kritiker, und man kann ihm so einiges vorwerfen, aber nicht, dass er dumm oder irgend jemandes Marionette wäre.</p>
<p>Warum also glaubte Lee Kuan Yew an die Domino-Theorie? Dazu sollte man sich ins Gedächtnis rufen, wie die Situation in Südostasien in den 50er und 60er Jahren aussah. Kommunistische Bewegungen gab es in fast allen Ländern, am stärksten in Malaysia als auch in Indonesien. Noch 1967 erklärte Lee im Gespräch mit US-Minister Dean Rusk: &#8220;Wenn sich die USA aus Vietnam zurückziehen, dann wird es in spätestens zwei Jahren Kämpfe in Thailand geben, kurz darauf in Malaysia, und in drei Jahren hänge ich aufgeknüpft auf einem öffentlichen Platz.&#8221;</p>
<p>Ob diese Einschätzung realistisch war, lassen wir hier mal außer Acht. Tatsache war, dass die südostasiatischen Länder den Kommunismus als echte Bedrohung wahrnahmen. Man darf davon ausgehen, dass solche Meinungsäußerungen in den USA sehr ernst genommen wurden, schließlich handelte es sich hier um Gesprächspartner &#8220;die es ja wissen mussten&#8221;. Von Kissinger ist bekannt, dass er großen Wert auf Lees Meinungen legte. Offiziell übrigens blieb Singapur neutral, das größte Zugeständnis an die USA war, dass man kleineren Kontingenten von Soldaten erlaubte, in Singapur zum &#8220;R&#038;R&#8221; zu landen, zum &#8220;rest and recreation&#8221;, also Urlaub.</p>
<p>Das alles heißt übrigens auch nicht, dass Lee Kuan Yew die USA in all ihren Plänen unterstützte. Das konkrete taktische Vorgehen, vor allem die Bombardements, empfand er als gefährlich und unnötige Eskalation. Den Umgang mit den südvietnamesischen Regierungen geißelte er als töricht. Aus seiner Sicht wäre es das erfolgversprechendste gewesen, im Süden eine feste zivile Regierung aufzubauen, anstelle auf Militärregierungen zu setzen.</p>
<p>Überhaupt wäre es ihm lieber gewesen, die USA hätten &#8220;die Linie in Thailand gezogen&#8221;, und nicht Vietnam zum entscheidenden Schlachtfeld erkoren. Gleichzeitig aber war er einer der energischsten Verfechter vor einem zu frühen Abzug. Der Krieg, argumentierte Lee, hatte durch diese Entscheidung der USA, längst eine symbolische Bedeutung erreicht. Ein überstürzter Abzug wäre eine Niederlage, Durchhaltevermögen dagegen signalisiere Entschlossenheit und gebe den anderen südostasiatischen Staaten Zeit zur Entwicklung. &#8220;Wenn Südvietnam in 20 Jahren kommunistisch wird, dann spielt es keine Rolle mehr&#8221;, sagte Lee Kuan Yew 1967. Diese Sichtweise behielt er auch nach 1975 bei. In ähnlicher Weise empfahl der den USA, jetzt in Thailand Stärke zu demonstrieren. &#8220;Wenn [Vietnam] Schwäche wittert, dann werden sie eine große Anzahl an Pathet Lao [= laotische Widerstandskämpfer unter kommunistischer Führung] nach Thailand schicken.&#8221;</p>
<p>Lee Kuan Yew war vergangenes Jahr als Ehrengast in Vietnam. Auf beiden Seiten wurden sehr viele nette Sachen über das jeweilige andere Land gesagt. Warum auch nicht: Singapur ist heute als eines der reichsten Länder der Erde nicht nur das wirtschaftliche Vorbild der Region, sondern für viele Vietnamesen auch ein interessantes politisches Vorbild. Sie beobachten sehr interessiert, wie hier eine starke Einparteienherrschaft funktioniert und sowohl politisch als auch wirtschaftlich erfolgreich ist. An der Regierungsspitze sitzt heute übrigens Lees Sohn. Lee selbst bekam einen eigens für ihn geschaffenen Posten als &#8220;Minister Mentor&#8221;.</p>
<p><em>Mehr Informationen zum Thema: Ang Cheng Guan: &#8220;Singapore and the Vietnam war&#8221;, Journal of Southeast Asian Studies, 40 (2), Seite 353-384. 2009. </em>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/680/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Im Krankenhaus</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/679</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/679#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 02:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Familienleben</category>

		<category>Leben in Vietnam</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/679</guid>
		<description><![CDATA[Die Großmutter ist ins Krankenhaus gekommen. Nicht schlimmes, glaubt ihre Familie. Ein Schwächeanfall einer schon über 90 jährigen Frau. Passiert, aber muss professionell gepflegt werden.
So etwas wie &#8220;Besuchszeiten&#8221; gibt es in Vietnam nicht. Besuchszeit ist immer. Seit Tagen sind zwei bis drei Familienangehörige am Bett der Großmutter und wachen darüber, dass sich die altersdemente Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Großmutter ist ins Krankenhaus gekommen. Nicht schlimmes, glaubt ihre Familie. Ein Schwächeanfall einer schon über 90 jährigen Frau. Passiert, aber muss professionell gepflegt werden.</p>
<p>So etwas wie &#8220;Besuchszeiten&#8221; gibt es in Vietnam nicht. Besuchszeit ist immer. Seit Tagen sind zwei bis drei Familienangehörige am Bett der Großmutter und wachen darüber, dass sich die altersdemente Frau nicht die Kanülen aus dem Arm zieht. Im Raum stehen vier Betten, alle mit alten Frauen. Rund um alle vier Betten sind jeweils ein bis drei Familienmitglieder. Mindestens. Wenn Besuch kommt, auch mal mehr.</p>
<p>Die Familienmitglieder kümmern sich um das Essen, sie waschen ihre kranken Verwandten, sie erledigen andere simple Dinge für sie. Arbeiten, für die in Deutschland die Pflegerinnen und Pfleger zuständig wären. Und die Zivis. Zivis hat es hier sowieso keine. Pfleger könnte es eigentlich genug haben, wenn hier irgendwas in Vietnam günstig ist, dann ist es Arbeitskraft. Dass die staatlichen Krankenhäuser trotzdem nicht genug haben, muss dann irgend etwas mit ihrem Budget zu tun haben, oder ihrem internen Haus-Management.</p>
<p>Wie dem auch sei, die Arbeit wird von den Angehörigen übernommen. 24 Stunden lang. Nachts schläft die Tochter bei ihrer dementen Mutter im selben Bett. Das Hausmädchen ist ebenfalls die ganze Zeit dabei. Sie schläft vor dem Bett, auf dem Fußboden.</p>
<p>Die Familie sagt übrigens, das Krankenhaus der Großmutter sei ein gutes Krankenhaus. Vier-Bett-Räume mit nur vier Personen im Raum, das zeuge von gutem Management. In anderen Krankenhäusern <a href="http://www.frogier.de/blog/archives/271">sind die Betten schließlich mit drei Personen belegt</a>.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/679/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Schuld eindeutig</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/678</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/678#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 08:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Verkehr</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/678</guid>
		<description><![CDATA[Der vietnamesische Verkehrsminister hat nichts zu lachen. Vor kurzem stand seine Familie über eine Stunde im Stau. Als Frau und Kinder nach Hause kamen, haben sie erst einmal ein Donnerwetter losgelassen: Er sei Schuld an diesem Schlamassel, er sei ja schließlich der Verkehrsminister, und Staus solcher Länge gingen ganz eindeutig auf sein Konto.
Diese Episode erzählte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der vietnamesische Verkehrsminister hat nichts zu lachen. Vor kurzem stand seine Familie über eine Stunde im Stau. Als Frau und Kinder nach Hause kamen, haben sie erst einmal ein Donnerwetter losgelassen: Er sei Schuld an diesem Schlamassel, er sei ja schließlich der Verkehrsminister, und Staus solcher Länge gingen ganz eindeutig auf sein Konto.</p>
<p>Diese Episode erzählte der Minister in <a target="_blank" href="http://english.vietnamnet.vn/interviews/201002/Better-driving-habits-will-reduce-traffic-jams-says-Transport-Minister-895746/">einem Interview mit Vietnamnet</a>, was durchaus auf ein wenig Selbstironie schließen lässt. Außerdem erklärt er nebenbei, dass die wichtigste Lösung für weniger Staus ein &#8220;verändertes Verkehrsverhalten&#8221; der Vietnamesen seien. Da hat er recht. Wie er oder irgend jemand anderes dieses herbeiführen könnte, sagt er nicht. Er führt leider auch nicht näher aus, wie dieses Verhalten aussehen müsste, dabei liegt es eigentlich auf der Hand: Die Verkehrsteilnehmer in Hanoi müssten sich einfach weniger nach vorne drängeln, und im Zweifelsfall mal lieber zwei Minuten abwarten, anstatt anschließend zwei Stunden im Stau zu stehen.</p>
<p>So etwas einer ganzen Bevölkerung beizubringen, ist natürlich ziemlich aussichtslos, zumal jeder mit dem Totschlagargument kommen wird: Wenn ich warte, dann drängeln sich die anderen vor.</p>
<p>Ach so, am Ende erwähnt Minister Dung noch, dass nach ihren Informationen 70 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle mit Alkohol zu tun haben.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/678/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Kino am Freitag</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/677</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/677#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 03:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Leben in Vietnam</category>

		<category>Feste &amp; Feiern</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/677</guid>
		<description><![CDATA[Eine vietnamesische Bekannte erzählte mir gestern, dass sie am Freitag endlich auch mal &#8220;Avatar&#8221; im Kino anschauen werde. Der läuft hier schon eine Weile, war aber die ersten Wochen komplett ausgebucht. Dann schob sie hinterher: &#8220;Um zehn.&#8221;
22 Uhr? Bei einem Film, der zwei Stunden dauert? In Hanoi? In Hanoi, wo man um zehn normalerweise schlafen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine vietnamesische Bekannte erzählte mir gestern, dass sie am Freitag endlich auch mal &#8220;Avatar&#8221; im Kino anschauen werde. Der läuft hier schon eine Weile, war aber die ersten Wochen komplett ausgebucht. Dann schob sie hinterher: &#8220;Um zehn.&#8221;</p>
<p>22 Uhr? Bei einem Film, der zwei Stunden dauert? In Hanoi? In Hanoi, wo man um zehn normalerweise schlafen geht? Ich hake also nach, und erfahre: &#8220;Nein, nein, natürlicht abends. Morgens. Zehn Uhr morgens.&#8221;</p>
<p>Musst du da nicht arbeiten?</p>
<p>Gelächter auf Seiten meiner Bekannten. Schließlich läuft hier in Vietnam die zweite Nach-Tet-Woche. Viele Angestellte sind zwar in ihre Büros zurück gekehrt, aber gearbeitet? Gearbeitet wird fast nirgendwo. Stattdessen sind die Angestellten damit beschäftigt, bei anderen Angestellten vorbei zu schauen, und sich frohes Neues Jahr zu wünschen. (Übersetzt: Kräftig Reis-Wodka zu bechern.) Oder man geht gemeinsam essen. (Übersetzt: Man kippt vorher und nachher mehrere Runden Reis-Wodka). Oder man fährt gemeinsam zur Pagode um fürs neue Jahr um Glück zu beten.</p>
<p>Oder man geht halt ins Kino. Von 10 Uhr bis 12.30 Uhr. Merkt ja eh keiner.</p>
<p>Anschließend ist Mittagspause.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/677/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Reisen bildet</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/676</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/676#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 04:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Leben in Vietnam</category>

		<category>Einkaufen</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/676</guid>
		<description><![CDATA[Man lernt ja nie so viel über seine eigene Heimat wie im Ausland. (Wobei das überraschendste an dieser Erkenntnis möglicherweise sein könnte, dass ich Vietnam jetzt schon als &#8220;Heimat&#8221; bezeichne.)
Ich war 10 Tage auf den Philippinen, unter anderem Freunde besuchen und an einer Hochzeit teilnehmen. Die Philippinen sind, so könnte man meinen, Vietnam sehr ähnlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man lernt ja nie so viel über seine eigene Heimat wie im Ausland. (Wobei das überraschendste an dieser Erkenntnis möglicherweise sein könnte, dass ich Vietnam jetzt schon als &#8220;Heimat&#8221; bezeichne.)</p>
<p>Ich war 10 Tage auf den Philippinen, unter anderem Freunde besuchen und an einer Hochzeit teilnehmen. Die Philippinen sind, so könnte man meinen, Vietnam sehr ähnlich. Schließlich ist es nicht weit. Ein paar Flugstunden über das Meer. In allen Geschichtsbüchern über &#8220;Südostasien&#8221; stehen die Philippinen einträchtig neben Vietnam, Burma und Indonesien.</p>
<p>Ich gebe zu, ich war dann doch sehr überrascht.</p>
<p>Das fängt mit dem Lebensstandard an. In meiner Erinnerung lagen die Philippinen in ihrem wirtschaftlichen Wohlstand etwas oberhalb von Vietnam, mit einigen Jahren Entwicklungsvorsprung (kein Krieg), aber immer noch weit unterhalb von modernen Industrienationen wie Singapur. Das erste, was mir dann auf der Fahrt vom Flughafen zur Innenstadt passierte, war ein bettelndes Kind, das an die Autoscheibe klopfte.</p>
<p>Sowas gibt es in Hanoi nicht.</p>
<p>Vietnam ist ganz zweifelsohne arm, so arm, dass es Landstriche gibt, in denen verzweifelte Bauern Schlepper bezahlen, um sie nach Europa zu bringen. Aber in Hanoi sieht man keine Armut. Dafür gibt es sicherlich eine Reihe von Gründen und einer ist auch, dass Bettler nicht erwünscht sind, aber viel entscheidender ist nach meiner Beobachtung die Tatsache, dass Arbeitslose oder schlecht bezahlte Arbeiter oft &#8220;zurück aufs Land&#8221; gehen, um dort der Familie zu helfen, oder sich mit durchfüttern lassen. Eine Tendenz, die gerade auch in der Wirtschaftskrise verstärkt aufgetreten ist, was zu dem Paradox führte, dass plötzlich vietnamesische Fabriken mitten in der Krise nach Arbeitern suchten (und ihre Löhne zähneknirschend wieder anpassen mussten).</p>
<p>Vielleicht ist Hanoi auch einfach nicht so attraktiv wie Manila, und zieht weniger Menschen an, die hoffen, dass sie &#8220;irgendwie&#8221; in der Großstadt ihr Glück machen können.</p>
<p>Fakt ist, Manila wirkte erschreckend arm. Menschen schlafen auf der Straße oder am Hafen, Seitengassen wirken verdreckt. Kinderbanden und Prostitution waren offen zu sehen. Das war das eine Manila. Das andere begegnete mir am zweiten Tag, und es bestand aus marmorgekachelten Einkaufszentren, in denen Armani neben Zara lag, Polizisten mit Sturmgewehren die Handtaschen durchsuchten, und sich Bewohner tummelten, die nach Aussage meiner philippinischen Freunde sich &#8220;zum Shoppen schick machen&#8221;.</p>
<p>Von dieser Glitzerwelt mit ihrem Warenangebot ist Vietnam noch sehr weit entfernt. Zwar fahren auch auf Hanois Straßen die Porsches herum, aber irgendwie hat man immer den Eindruck, dass selbst die vietnamesischen Neureichen ihre Anzüge noch beim Schneider um die Ecke machen lassen, und sie nicht bei Gucci kaufen, einfach weil es gar nicht genug Auswahl gibt, auch wenn sich das langsam ändert.</p>
<p>Eines der großen Probleme des &#8220;Südostasiatischen Staatenverbands&#8221; ASEAN ist die große Diskrepanz der politischen und wirtschaftlichen Systeme und Entwicklung. Unter den 10 Mitgliedsstaaten findet sich wirklich alles, von der Monarchie über junge Demokratien und Militär-Juntas bis hin zu sozialistischen Staaten. Genaus weit klafft auch die Einkommensschere zwischen Singapur und Laos. Was das aber in der Realität bedeutet, das muss man sich wohl ansehen.</p>
<p>Zahlen und Daten können das einfach nicht ausdrücken.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/676/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Leere Regale</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/675</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/675#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 03:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Einkaufen</category>

		<category>Feste &amp; Feiern</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/675</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin wieder zurück. Als erstes nach einer Reise geht man meistens in den Supermarkt, um den leeren Kühlschrank wieder aufzufüllen. Wer eine Woche nach dem vietnamesischen Neujahr wieder in Hanoi ankommt, der sollte sich allerdings auf etwas gefasst machen: Die Supermärkte sehen so aus, als sei der Notstand ausgebrochen. Geleerte Regale, und plötzlich ungewohnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder zurück. Als erstes nach einer Reise geht man meistens in den Supermarkt, um den leeren Kühlschrank wieder aufzufüllen. Wer eine Woche nach dem vietnamesischen Neujahr wieder in Hanoi ankommt, der sollte sich allerdings auf etwas gefasst machen: Die Supermärkte sehen so aus, als sei der Notstand ausgebrochen. Geleerte Regale, und plötzlich ungewohnt breite Gänge, weil die ganzen Stapel mit Sonderaktions-Krempel komplett weg sind.</p>
<p>Es gibt natürlich noch Waren, so schlimm ist es nicht, aber beispielsweise keine frische Milch und auch viele andere Dinge nur in deutlich reduzierter Auswahl. Der Grund liegt einfach darin, dass vor Tet erstmal alles leergekauft wurde, und während der Tet-Woche die Zulieferung nur sehr schleppend funktioniert. Also eigentlich gar nicht. Viele Märkte waren ohnehin mehrere Tage lang geschlossen. Es wird wohl noch 1-2 Wochen dauern, bis alles wieder auf Normalzustand ist. Bis dahin: H-Milch.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/675/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ehre den Gegenständen</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/674</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/674#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Feste &amp; Feiern</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/674</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe diese Woche gelernt, dass es in Vietnam eine Volksgruppe gibt, die der Meinung ist, auch Gegenstände hätten eine Seele. Ich habe jetzt leider vergessen welche, aber bei 53 Minderheitsgruppen kann man schon mal durcheinander kommen. Jedenfalls sind diese Menschen der Meinung, dass nicht nur sie ein Anrecht auf Neujahrsfeiern haben, sondern auch ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe diese Woche gelernt, dass es in Vietnam eine Volksgruppe gibt, die der Meinung ist, auch Gegenstände hätten eine Seele. Ich habe jetzt leider vergessen welche, aber bei 53 Minderheitsgruppen kann man schon mal durcheinander kommen. Jedenfalls sind diese Menschen der Meinung, dass nicht nur sie ein Anrecht auf Neujahrsfeiern haben, sondern auch ihre wichtigsten Arbeitsgegenstände.</p>
<p>Deswegen werden Hammer oder Pflug am Neujahr mit rotem Papier eingepackt, auf den Altar gelegt, und dürfen ein paar Tage &#8220;ruhen&#8221;. Das haben sie sich schließlich verdient, nach all der harten Arbeit im vergangenen Jahr.</p>
<p>Ich fand diese Idee sehr sympathisch.</p>
<p>Deswegen mache ich das jetzt auch. Mein Computer darf die folgenden Tage ruhen, während ich unter anderem zu einer Hochzeit am Strand eingeladen bin. Damit er auch im neuen Jahr mich so kräftig unterstützt, wie im alten. Allen Lesern an dieser Stelle also schon mal ein Frohes Neues Jahr des Tigers!
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/674/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Zu warm für Winteressen</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/673</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/673#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 02:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Essen &amp; Trinken</category>

		<category>Feste &amp; Feiern</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/673</guid>
		<description><![CDATA[Am Sonntag beginnt das vietnamesische Neujahr. Es gehört zur Tradition, dass man sich vorher nochmal mit diversen Freunden und Familienmitgliedern trifft. So eine Art Jahresabschlusstreffen. Oft feiern auch Firmen gemeinsam den Jahresabschluss. So wie andernorts an Weihnachten eben. Dabei wird, ganz klar, viel gegessen. Es gibt einige Gerichte, die ausschließlich oder fast ausschließlich zu Tet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag beginnt <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,466726,00.html">das vietnamesische Neujahr</a>. Es gehört zur Tradition, dass man sich vorher nochmal mit diversen Freunden und Familienmitgliedern trifft. So eine Art Jahresabschlusstreffen. Oft feiern auch Firmen gemeinsam den Jahresabschluss. So wie andernorts an Weihnachten eben. Dabei wird, ganz klar, viel gegessen. Es gibt einige Gerichte, die ausschließlich oder fast ausschließlich zu Tet auf den Tisch kommen.</p>
<p>Dazu gehört der banh chung, ein Klebreiskuchen mit saftig-fettem Inhalt: Schweinefleisch, Schweinefett, zermahlenen Bohnen, alles schön lange gekocht. Auf ähnliche Weise kann man das auch mit einer Ente machen, die erst ausgenommen und dann mit Klebreis gefüllt wird, so dass Reis und Entenfleisch eine wunderbare Kombination eingehen. Dazu werden in Fett gewendete Frühlingsrollen aufgetischt, und haufenweise anderer Leckereien.</p>
<p>Man hört es schon: Es handelt sich hier um Winteressen. Das vietnamesische Pendant zur Bratensoße und der Martinsgans. Vergangenes Jahr hatte ich mich unheimlich auf die Tet-Spezialitäten gefreut. Dieses Jahr stelle ich nun fest: Ich bekomme, obgleich sehr lecker, kaum einen Bissen runter.</p>
<p>Der Grund: Es ist zu warm. Seit mehr als einer Woche zeigt das Thermometer fast 30 Grad im Schatten an, dazu überwiegend blauer Himmel, was recht ungewöhnlich ist. Es ist Sommer in Hanoi. Eigentlich ist das nicht so geplant: Tet sollte die kühlste und feuchteste Zeit des Jahres sein, eine Zeit in der man gerne im Haus sitzt, Verwandte trifft, und nichts anderes tut als essen und trinken.</p>
<p>Dass das dieses Jahr nicht so ist, hat nicht unbedingt mit &#8220;Klimawandel&#8221; zu tun, sondern auch mit dem Kalender. Die Vietnamesen folgen nämlich nicht dem Mondkalender, sondern sie benutzen einen lunisolaren Kalender, also ein Sonne-Mond-Gemisch. Alle vier Jahre sorgt ein Schalt-Monat dafür, dass Tet nicht irgendwann plötzlich im Dezember, November oder gar im Juli anfängt. Dieses Jahr war Schaltmonat. Der Neujahrstag ist um einen ganzen Monat nach vorne gesprungen, von Anfang Januar auf Mitte Februar. Mitte Februar ist natürlich die Chance größer, dass langsam das warme Wetter einsetzt.</p>
<p>Für meinen Begriff ist es ein klein wenig zu warm, auch wenn der blaue Himmel angenehm ist. Aber gerade wenn man noch vor 4 Wochen im tiefsten deutschen Winterschnee feststeckte, ist &#8220;einmal die kompletten Jahreszeiten in einem Monat erleben&#8221; doch ein klein wenig viel.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/673/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Es gibt Weißbier</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/672</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/672#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 05:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Essen &amp; Trinken</category>

		<category>Einkaufen</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/672</guid>
		<description><![CDATA[Dass die EU gegründet wurde, merkte man in Deutschland daran, dass es plötzlich spanische Orangen im Winter gab. Und dass Vietnam jedes Jahr ein Stückchen wohlhabender wird, merkt man ebenfalls an den Supermarkt-Regalen. Immer wieder finden sich dort plötzlich Dinge, die vorher nicht da waren.
Vorgestern habe ich in meinem Supermarkt um die Ecke deutsches Weißbier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die EU gegründet wurde, merkte man in Deutschland daran, dass es plötzlich spanische Orangen im Winter gab. Und dass Vietnam jedes Jahr ein Stückchen wohlhabender wird, merkt man ebenfalls an den Supermarkt-Regalen. Immer wieder finden sich dort plötzlich Dinge, die vorher nicht da waren.</p>
<p>Vorgestern habe ich in meinem Supermarkt um die Ecke deutsches Weißbier entdeckt.</p>
<p>Weißbier ist eines der Dinge, über die ich mich wirklich noch jedes Mal freue, wenn ich mal wieder in Deutschland bin. Die meisten anderen Lebensmittel gibt es entweder hier, oder ich vermisse sie nicht sonderlich: Schwarzbrot (abgepackt), Käse, Müsli, importierter Schinken, Schokolade&#8230; alles hier. Und die örtliche Küche ist ja nun auch nicht zu verachten. Auch das vietnamesische Bier schmeckt lecker. Aber an einem warmen Sommertag abends ein Weizen zu trinken, das ist halt doch was besonderes. Jetzt gibt es also sogar das. So langsam könnte einem Angst und Bange werden. Wozu noch in die Ferne ziehen, wenn dort alles so ist, wie zu Hause?</p>
<p>Eine Einschränkung gibt es allerdings: Es ist Oettinger. Die Marke, die der SPIEGEL 2005 mal in einem Artikel &#8220;<a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39834838.html">Bier für Hartz IV</a>&#8221; nannte. Der günstigste Anbieter Deutschlands, man könnte auch sagen: <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68621912.html">der billigste</a>. Auf Studentenpartys war immer reichlich Oettinger Pils vorhanden, und so schmeckte es irgendwie auch. Nach WG und klammem Portemonnaie. Dazu passt auch, dass auf <a target="_blank" href="http://www.biertest-online.de/cgi-bin/show/ebs.pl?Data=oettinger_weissbier_alkoholfrei">dieser Bierseite die Leute</a> sich zwar alle durchaus lobend über ein Oettinger alkoholfrei äußern, aber fast überall der Satz steht &#8220;gut, <em>obwohl </em>es ein Oettinger ist&#8221;.</p>
<p>Ich hab&#8217;s mir jetzt trotzdem gekauft. Und sei es nur, um ein paar Ausländern mal zu zeigen, was Weißbier ist. Probiert habe ich es allerdings noch nicht, gestern war mal wieder grau, nass und wenig sommerlich.</p>
<p>Übrigens haben vietnamesische Supermärkte eine weitere Eigenschaft: Sie bieten Sachen an, die man zwei Wochen später schon nicht mehr findet, und dann vier Monate darauf warten muss. So passiert bereits mit mehreren Müsli-Marken, die auf mysteriöse Weise kamen und wieder verschwanden. Die Geschichte hört man auch mit allen möglichen anderen Gegenständen immer wieder von Ausländern in Vietnam.</p>
<p>Bis auf weiteres gilt jedenfalls für alle Besucher: Ihr braucht keine Nahrungsmittel mitzubringen. Wirklich nicht. Auch kein Weißbier.</p>
<p>Zumindest vorerst.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/672/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Lustig, lustig, tralalala&#8230;</title>
		<link>http://www.frogier.de/blog/archives/671</link>
		<comments>http://www.frogier.de/blog/archives/671#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 10:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ngungon</dc:creator>
		
		<category>Feste &amp; Feiern</category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frogier.de/blog/archives/671</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland kennt ja eine ganze Menge an Vorweihnachtsliedern. Vorfreude soll bekanntlich die schönste Freude sein. Das gilt auch für hierzulande. Seit mehreren Tagen schon bekomme ich diverse Vorneujahrslieder nicht mehr aus dem Kopf, weil sie dank der hilfreichen Unterstützung der lokalen Lautsprecheranlagen täglich gedudelt werden. Tet steht vor der Tür. Mal wieder.
Das bedeutet: Die Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland kennt ja eine ganze Menge an Vorweihnachtsliedern. Vorfreude soll bekanntlich die schönste Freude sein. Das gilt auch für hierzulande. Seit mehreren Tagen schon bekomme ich diverse Vorneujahrslieder nicht mehr aus dem Kopf, weil sie dank der hilfreichen Unterstützung der lokalen Lautsprecheranlagen täglich gedudelt werden. Tet steht vor der Tür. Mal wieder.</p>
<p>Das bedeutet: Die Stadt ist voll (weil alle in die Heimat zurückkehren) und wird immer voller, die Geschäfte sind noch viel voller (weil sich alle auf die Feiertage vorbereiten), und es ist eine ganz besonders schlechte Idee, zum Friseur gehen zu wollen.</p>
<p>Mit vietnamesischen Friseuren ist es nämlich eigentlich so: Man geht hin, setzt sich auf einen Stuhl, und bekommt die Haare geschnitten. Nichts mit Anmelden oder so. Kurz vor Tet ist das anders. Kurz vor Tet ist es für alle Vietnamesen ganz besonders wichtig, &#8220;neu&#8221; ins Neue Jahr zu gehen. Das bedeutet: Kleiderkauf und Haarschnitt. Dummerweise sind meine Haare jetzt seit etwa zwei Monaten nicht geschnitten worden, und länger will ich nicht warten. Was bedeutet, dass ich sehr wohl warten muss, und zwar beim Friseur.</p>
<p>Als Ausgleich steht jetzt ein Pfirsichzweig in meiner Wohnung. Das ist das vietnamesische Äquivalent des Weihnachtsbaums. Also, an Neujahr. Ein Neujahrsweihnachtsbaum oder ein Weihnachtspfirsichzweig.</p>
<p>Tet kann kommen.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frogier.de/blog/archives/671/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
